Fechten Eintracht Hildesheim
Fechten Eintracht Hildesheim

Erfolgreiches Heimturnier für die Eintracht: Huckup-Turnier 2019

Das kann sich sehen lassen: Mit über 100 Meldungen war das Hildesheimer Huckup-Turnier am vergangenen Wochenende auch in seiner 35. Auflage eines der größten Jugendfechtturniere in Norddeutschland. Aber der Verein wusste nicht nur bei der Organisation zu Überzeugen, sondern auch sportlich, eine Vielzahl von Medaillen konnte in der Halle am Pfaffenstieg gehalten werden. Gleich im ersten Wettbewerb konnten die Zuschauer ein Hildesheimer Finale bejubeln: in der weiblichen U20 standen sich hier Louisa Sölter und Zoe Licata gegenüber. Die beiden Trainingspartnerinnen lieferten sich ein Duell auf hohem Niveau, dass Sölter mit 15:8 für sich entschieden konnte. Mit dem Dritten Platz von Juliane Oppenländer wurde aus dem Doppel- sogar ein Dreifachsieg. Die drei Damen aus der Eintracht-Equipe dominierten das Feld schon in der Vorrunde und mussten sich das Treppchen nur mit Uta Terlutter (SV Munster) teilen.

In der Männlichen U20 konnte sich vor allem Noah Gollnick hevortun: Nachdem er im Viertelfinale Vereinskameraden Nils Gloris mit 15:5 und im Halbfinale Oskar Marx (Frisia Wilhelmshaven) mit 15:12 geschlagen hatte, stand er im Finale Nick-Malte Lenschow (MTV Soltau) gegenüber, der im Olympiastützpunkt Rheinland trainiert. Bis zum 7:7 konnte Gollnick noch mithalten, musste allerdings abreißen lassen und verlor mit 8:15. Dennoch konnte er sich eine wohlverdiente Silbermedaille umhängen.

Neben der U20 wurde auch die U15 am Samstag ausgetragen. Bei den Damen konnten Katharina Bosch und Laura John ihre Klasse zeigen. Sie mussten sich zwar in den Halbfinals jeweils 10:15 gegen Maja Acalski und Mia Arbogast  (beide MTV Braunschweig) geschlagen geben, durften sich aber danach gemeinsam aufs Siegertreppchen stellen und jeweils eine Bronzemedaille mitnehmen.

Eine weitere Bronzemedaille konnte Raphael Borghoff bei den Herren erreichen. Nachdem dieser im Achtelfinale Lasse Klages (TC Hameln) mit 15:11 und Victor Vollbrecht (MTV Braunschweig) mit 15:12 hinter sich gelassen hatte, begegnete er im Halbfinale Maximilian White (Frisia Wilhelmshaven). Nach einem langen hin und her konnte Borghoff mit 14:12 davonziehen, der Sieg war zum greifen nahe. Doch White ging in eine ausgedehnte technische Pause wegen defekten Materials, die Borghoff aus der mentalen Verfassung brachte. White gelang der Turnaround, Borghoff blieb nach der 14:15-Niederlage “nur” die Freude über eine starke Leistung und einen guten dritten Platz. Sehr erfreulich war hier auch der spätere Sieg von Leonard Wolfram (SV Alfeld), der sich regelmäßig im Training mit den Fechtern der Eintracht misst.

Am Sonntag wurden in der U17 keine Medaillen abgeräumt, aber Felix Bettels und Nils Gloris zeigten in ihren Viertelfinals gegen Justus Niemeyer (Frisia Wilhelmshaven) und Björn Klages (TC Hameln) starke Aufholjagden, die allerdings nicht zum Halbfinaleinzug reichten. Beide verloren mit 12:15 und belegten so die Platze 5 und 6. Dazu gesellten sich Kai Bersch und Konstantin Gröbitz auf den Plätzen 8 und 9, die in einem Hochklassigen Achtelfinale den Platz unter den besten 8 unter sich ausmachen mussten. Und Katharina Bosch konnte das starke Ergebnis vom Vortag bestätigen, als sie eine Altersklasse über ihrer eigenen mit starken Vorrundensiegen gegen zum Teil zwei jahre ältere Gegner platz 6 ergattern konnte.

Zudem konnte die Eintracht am Sonntag doch noch die erhoffte Medaille feiern: In der männlichen U11 konnte Michael Redekop mit einem deutlichen 10:4-Erfolg über Jasper Wolf (MTV Braunschweig) aufs Treppchen hieven. Zwar musste er im Halbfinale den späteren Turniersieger Jesper Siemers (Blau-Weiß Buchholz) mit 3:10 passieren lassen, konnte sich aber sehr über seine Bronzemedaille freuen.

Insgesamt konnte das Team von Eintracht Hildesheim und Trainer Piotr Jablkowski damit 8 Medaillen erreichen. So war die Eintracht vor dem MTV Braunschweig (5 Medaillen) sowie dem Vfl Wolfsburg und Frisia Wilhelmshaven (jeweils 4) der erfolgreichste Medaillensammler des Wochenendes. Wir danken allen Athleten, Kampfrichtern und Helfern für die  sehr reibungslose Ausrichtung eines weiteren Turniers und freuen uns aufs nächste Jahr!

Noah Gollnick